Der Hügel hinter Aschenholm trägt den unheimlichen Namen 'Der Lauschende Buckel'. Sein Gras wächst in spiralförmigen Mustern, als würde es sich um einen unsichtbaren Mittelpunkt drehen. Der gepflasterte Pfad hinauf ist von alten Steinlaternen gesäumt, deren Flammen vor Jahrhunderten erloschen sind — doch auf halber Höhe beginnen sie schwach mit violettem Licht zu glimmen, einem Licht, das keine Wärme gibt und keine Schatten wirft, sondern neue erschafft. Der Glockenturm selbst ist ein schlankes, fast fragiles Bauwerk aus dunkelgrauem Stein, vier Stockwerke hoch, mit schmalen Bogenfenstern, durch die manchmal Silhouetten zu sehen sind, die unmöglich dort sein können.
Im Inneren riecht es nach altem Weihrauch, feuchtem Stein, und etwas anderem — süßlich, wie verwesende Blumen, aber nicht unangenehm genug, um sofort zu warnen. Die Wände sind bedeckt mit Reliefs: segnende Hände, Kreise, Glocken, und — tiefer im Turm — immer mehr Augen. Hunderte stilisierter Augen, die alle nach unten blicken. Der Keller unterhalb des Turms ist das eigentliche Herz der Anlage: eine gewölbte Kammer, in deren Mitte ein flacher Stein liegt, auf dem Void-Energie wie schwarze Tinte in stehendem Wasser kreist. Die Glocke hängt am höchsten Punkt des Turms — aber das Seil, das sie läuten lässt, führt durch alle Stockwerke direkt hinunter in diesen Keller.
Jedes Stockwerk des Turms wird ein wenig dunkler, die Schatten ein wenig dichter. Gegenstände nahe der Void-Versiegelung sind leicht verschoben — Bücher liegen offen auf Seiten, die nie jemand aufgeschlagen hat, Kerzen sind geschmolzen, ohne je entzündet worden zu sein, und gelegentlich flüstert jemand den eigenen Namen in der eigenen Stimme.